Schwimmbäder

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DIN EN 15288 – Normenreihe zu sicherheitstechnischen Anforderungen an (Öffentliche) Schwimmbäder

In der DIN EN 15288-1:2010-12 heißt es:

Der Bau eines Schwimmbades, das so sicher wie möglich betrieben werden kann, beginnt mit einer sorgfältigen Planungsphase. Alle, die an Planung und Bau von neuen Schwimmbädern oder der Modernisierung von bestehenden Schwimmbädern beteiligt sind, müssen mit höchster Priorität sicherstellen, dass sie Besuchern und Mitarbeitern eine sichere Anlage zur Verfügung stellen. Um dies zu erreichen, müssen vier Schritte entwickelt werden:

  • die Gestaltung der Schwimmhalle (falls vorhanden) und des Beckens (einschließlich der Maße, der Form und aller Wasser-Attraktionen) sollte so ausgelegt werden, dass eine sichere Nutzung und Überwachung ohne umfangreiche oder aufwändige Betriebsmaßnahmen zu erreichen ist;
  • die Gestaltung der Nebenbereiche, einschließlich der Umkleide-, Garderoben-, Dusch- und Toilettenbereiche, sollte gleichermaßen eine sichere Nutzung gewährleisten;
  • die Bauteile, Werkstoffe, Oberflächen und Einzelteile, sollten bestmöglich geeignet sein, eine sicher zu nutzende physikalische Umgebung zu schaffen. Dies gilt sowohl für die Schwimmhallenhülle (soweit vorhanden), die Becken und die Einrichtungen als auch für die Art, wie die Elemente zusammengesetzt/montiert sind;
  • planungsrelevante Kriterien für eine sichere und funktionsgerechte Instandhaltung sind in der Planung zu berücksichtigen.

Die DIN EN 15288 legt sicherheitstechnische Anforderungen fest, die bei der Planung und dem Bau von klassifizierten Schwimmbädern nach Abschnitt 4 zu berücksichtigen sind und ist für die Personen gedacht, die mit der Planung und dem Bau von klassifizierten Schwimmbädern befasst sind. Die Normenreihe gibt Hinweise zu den Risiken, die mit den Planungs- und Baumerkmalen verbunden sind, indem sie die Merkmale beschreibt, mit denen eine sichere Umgebung erreicht werden kann.

Die Anforderungen dieser Europäischen Norm gelten für alle neuen Schwimmbäder und — soweit anzuwenden — für teilweise oder vollständige Sanierung von bestehenden Schwimmbädern.

Die DIN EN 15288 Schwimmbäder umfasst folgende Teile:

  • Teil 1: Sicherheitstechnische Anforderungen an Planung und Bau
  • Teil 2: Sicherheitstechnische Anforderungen an den Betrieb


DIN EN 16582- und DIN EN 16713-Reihe – Sicherheitstechnische Anforderungen und prüfverfahren für Private Schwimmbäder und deren Wassersysteme

Seit vielen Jahrzehnten existieren in Deutschland (sowie auch in anderen Ländern) eigene nationale Regelwerke für die Planung und den Betrieb von privaten Schwimmbädern. Diese „Richtlinien“ werden z. B. in Deutschland vom Bundesverband Schwimmbad und Wellness erstellt und veröffentlicht. Sie entsprechen ohne Einschränkung ebenfalls anerkannten Regeln der Technik. Durch die Veröffentlichungen der Europäischen Normen DIN EN 16582 und DIN EN 16713 liegen nun allerdings international gültige Regelwerke vor. Diese stellen anerkannte Regeln der Technik dar, sodass bisher national geltende Regelwerke und Richtlinien genau genommen diesen unterzuordnen sind.

Die DIN EN 16582 Schwimmbäder für private Nutzung umfasst folgende Teile:

  • Teil 1: Allgemeine Anforderungen einschließlich sicherheitstechnischer Anforderungen und Prüfverfahren
  • Teil 2: Besondere Anforderungen einschließlich sicherheitstechnischer Anforderungen und Prüfverfahren für in den Boden eingelassene Schwimmbäder
  • Teil 3: Besondere Anforderungen einschließlich sicherheitstechnischer Anforderungen und Prüfverfahren für auf dem Boden aufgestellte Schwimmbäder

Diese Dokumente legen die allgemeinen und besonderen sicherheitstechnischen Anforderungen und Anforderungen an die Qualität sowie Prüfverfahren für Schwimmbäder für die private Nutzung fest. Diese Anforderungen und Prüfverfahren gelten für in den Boden eingelassene, auf dem Boden aufgestellte oder versenkte Schwimmbeckenkonstruktionen, einschließlich deren Montage und Zugangseinrichtungen.

Die DIN EN 16713 Schwimmbäder für private Nutzung - Wassersysteme umfasst folgende Teile:

  • Teil 1: Filtrationssysteme - Anforderungen und Prüfverfahren
  • Teil 2: Umwälzsysteme - Anforderungen und Prüfverfahren
  • Teil 3: Aufbereitung - Anforderungen

Diese Dokumente legen die Anforderungen an die Filtration und die Prüfverfahren von Filterelementen oder Filtermaterialien, Filtrationseinheiten oder -systemen, Umwälzsysteme sowie für Geräte und Mittel zur Aufbereitung von Schwimmbeckenwasser fest, die für die Anwendung in privat genutzten Schwimmbädern vorgesehen sind. Sie gelten für Schwimmbäder nach DIN EN 16582-1 und werden in Zusammenhang mit dieser Norm gelesen.

Sowohl die DIN EN 16582- als auch die DIN EN 16713-Reihe gelten gilt nicht für:

  • öffentliche genutzte Schwimmbäder, die in DIN EN 15288-1 behandelt werden;
  • Warmsprudelbecken für private oder öffentliche Nutzung;
  • Planschbecken nach DIN EN 71-8.

Schwimmbadgeräte – DIN EN 13451-Reihe

Die DIN EN 13451-1 legt allgemeine sicherheitstechnische Anforderungen und Prüfverfahren für Schwimmbadgeräte fest, die in nach DIN EN 15288-1 und DIN EN 15288-2 in klassifizierten Schwimmbädern benutzt werden.

Da im Wesentlichen bei allen Schwimmbadgeräten und Teilen, die in einem Schwimmbad eingesetzt werden, die grundsätzlichen sicherheitstechnischen Anforderungen identisch sind, bildet somit der Teil 1 eine sogenannte „horizontale Norm“, deren Festlegungen sind grundsätzlich in allen folgenden Teilen anzuwenden und zu befolgen. Die übrigen Teile der Norm sind „vertikalen Normen“, deren Festlegungen immer dann Vorrang haben, wenn sie aus den spezifischen Gründen des normierten Teils von den Anforderungen nach Teil 1 abweichen.

Damit wird deutlich, dass jeder Anwender in einem Anwendungsfall grundsätzlich den Teil 1 und den jeweils anzuwendenden Geräteteil nebeneinander zu beachten hat.

Neuer Inhalt

Die DIN EN 13451 Schwimmbadgeräte  umfasst folgende Teile:

  • Teil 1: Allgemeine sicherheitstechnische Anforderungen und Prüfverfahren
  • Zusätzliche besondere sicherheitstechnische Anforderungen und Prüfverfahren
  • Teil 2: für Leitern, Treppenleitern und Griffbögen
  • Teil 3: für Ein- und Ausläufe sowie Wasser-Luftattraktionen
  • Teil 4: für Startblöcke
  • Teil 5: für Schwimmbahnleinen und Trennseilanlagen
  • Teil 6: für Anschlagplatten
  • Teil 7: für Wasserballtore
  • Teil 10: für Sprungplattformen, Sprungbretter und zugehörige Geräte
  • Teil 11: für höhenverstellbare Zwischenböden und bewegliche Beckenabtrennungen

 

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